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Ordnung ist das halbe Leben...

Ausgabe Mai 2009

10 Tipps, wie Sie dem Chaos in Ihrer Wohnung den Kampf ansagen


Kennen Sie das? Sie haben erst gestern geputzt und Ordnung geschaffen, und heute sieht es in Ihren vier Wänden schon wieder aus, als hätte eine Granate eingeschlagen. Ihr Kind hat sein Zimmer wieder erfolgreich verwüstet, Ihr Partner hat seine Bereiche im Wohnzimmer wieder in Beschlag genommen, und überall liegen wieder Spielsachen und Zeitschriften herum. Warum kann ein einmal geputztes Zuhause nicht einfach schön und aufgeräumt bleiben? Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks bleibt die Ordnung jedoch erhalten.

 

1        Aufräumen: Sich selbst überlisten

Haben Sie auch manchmal gar keine Lust, schon wieder aufzuräumen? Verständlich. Doch das Dumme ist, dass sich umso mehr ansammelt, je länger man das Aufräumen herauszögert. Hier hilft Ihnen vielleicht ein kleiner Trick: Machen Sie sich die „Immer ein Trum"-Taktik zu eigen. Das ist ganz simpel: Sobald Sie das Wohnzimmer in Richtung Küche verlassen, packen Sie das herumstehende leere Glas und bringen es in die Küche. Und wenn Sie auf dem Weg von der Küche ins Bad an der Garderobe vorbeikommen, dann packen Sie dort einen Gegenstand und räumen ihn auf. Das können beispielsweise die vorhin hingeworfenen Schuhe sein, die Sie in den Schuhschrank legen.

Und wenn Sie das Bad verlassen, nehmen Sie die leere Shampoo-Flasche mit, die Sie schon lange mal wegpacken wollten. Auf dem Rückweg ins Wohnzimmer bringen Sie die Plastikflasche noch schnell in der Küche im richtigen Müllsack unter. Und schon haben Sie drei Trümmer aufgeräumt...

Diese Taktik klingt banal – aber so einfach der Grundgedanke ist, so effektiv ist das Ganze. Übrigens funktioniert „Immer ein Trum" auch ganz gut im Büro.

 

2        Ausmisten leicht gemacht     

Wegwerfen, verkaufen, verschenken, behalten? Diese grundsätzlichen Fragen stellen sich, wenn man sich ans Ausmisten der eigenen Sachen macht.

Nur die wenigsten schaffen es, sich sofort und kompromisslos von Dingen zu trennen, in denen Sie keinen Nutzen (mehr) sehen.

Bei den meisten von uns spielen beim Ausmisten diffuse Verlustängste jenseits einer nüchternen Nutzbetrachtung hinein. Klassische Einwände sind: „Das hat mal Geld gekostet" und „Vielleicht könnte ich es ja noch einmal verwenden."

Die folgenden 10 Fragen helfen Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen. Gleich, ob es sich um Gegenstände oder Dokumente handelt, überlegen Sie:

1.                 Habe ich es je gebraucht?

2.                 Werde ich das je wieder brauchen?

3.                 Hatte ich bereits vergessen, dass ich es überhaupt besitze?

4.                 Habe ich etwas Gleichartiges, das besser ist?

5.                 Ist es alt, hässlich, kaputt, unmodern oder nicht effizient?

6.                 Wenn ich es wegwerfe: Könnte ich es jederzeit leicht wiederbeschaffen?

7.                 Habe ich es ein Jahr oder länger nicht gebraucht?

8.                 Löst der Gegenstand in mir ungute Gefühle aus?

9.                 Könnte jemand anders es besser gebrauchen als ich?

10.             Welche andere Befürchtung habe ich, die mich von der Trennung abhält?

Überlegen Sie beim Ausmisten, wie viele dieser Fragen Sie mit „Ja" beantworten müssen, um sich dann tatsächlich von dem entsprechendem Gegenstand zu trennen.

 

3        Aufräumen: Immer eine Flohmarkt-Kiste bereit halten

Sie können sich beim Aufräumen nicht entschließen, etwas wegzuwerfen? Sie müssen ja nicht alles in den Müll werfen. Verkaufen Sie den Ramsch auf dem Flohmarkt oder versteigern Sie die Sachen im Internet. So hat noch ein anderer etwas davon, und Sie nehmen ein paar Cent oder Euro ein.

Damit der Gegenstand aber nicht unaufgeräumt bleibt, brauchen Sie eine Flohmarktkiste. Die steht im Keller, auf dem Dachboden oder, wo immer sie wollen. Beim Aufräumen stellen Sie die Kiste an einen zentralen Punkt und werfen dort alles hinein, was Sie verkaufen wollen.

Sie werden sich wundern: Auf diese Weise kommt eine Menge zusammen – mehr als Sie sonst wegwerfen würden.

Je nach Gusto nehmen Sie die Kiste wirklich mit zu einem Flohmarkt, spenden Teile daraus für Verlosungen etwa in der Schule oder im Kindergarten oder stellen die Produkte sukzessive ins Internet.

 

4     Geld sparen: Die alte Sparbüchse und das Sparschwein haben noch nicht ausgedient                          

Jeder guckt auf jeden Cent. Da liegt es nahe, wieder das gute alte Sparschwein hervorzuholen. Es muss ja nicht mit den großen Geldbeträgen gefüttert werden. Aber es erfüllt seinen Zweck als Sammler von herumliegendem Kleingeld.

Denn: Beim Aufräumen findet sich immer und überall Kleingeld. Ob in Schubladen oder in der Wäsche. Werfen Sie dieses Kleingeld konsequent in Ihr Sparschwein. Nach ein paar Monaten haben Sie sicher das Geld für ein hübsches Abendessen oder ein kleines Geschenk beisammen.

 

5           Aufgaben leichter erledigen                                 

Wenn Sie einmal besonders viel Unordnung in meiner Wohnung habe, überlisten Sie sich mit einem kleinen Trick.

Für jede zu erledigende Arbeit machen Sie sich einen kleinen Zettel und werfen alle diese Papierchen in eine Vase. Sie ziehen die Notizen nacheinander heraus und erledigen die Sache.

Damit treffen Sie Ihren natürlichen Neugier-Nerv besonders. Denn Sie wissen ja nicht, was Sie als Nächstes erledigen müssen. So macht die Arbeit mehr Spaß.

Noch besser ist es, ein paar Bonus-Zettelchen – etwa für ein Eis oder ein Pause-Papierchen–  mit einzuwerfen.

 

6        Kleiderschrank ausmisten

Wundern Sie sich über zu viel Wäsche? Finden Sie im Schrank alle möglichen Klamotten, nur nicht die, die Sie brauchen? Haben viele Sachen Löcher oder sind schäbig?

Dann wird es Zeit, den Kleiderschrank einmal gründlich auszumisten. Am besten holen Sie dazu alles aus dem Schrank heraus und legen es auf eine große freie Fläche – vielleicht das Bett.

Dann nehmen Sie jedes Kleidungsstück einzeln in die Hand und überlegen „Warum soll ich das noch behalten?"

Stellen Sie sich keine andere Frage – kein „Soll ich das wirklich wegwerfen?" und kein „Brauche ich das noch?". Diese Fragen klingen schon nach Kompromiss und danach, dass das T-Shirt oder die Hose noch weitere Monate in Ihrem Schrank herumgammelt.

Auch hier gilt: nicht einfach auf den Müll damit. Geben Sie die Sachen in die Kleiderspende, verkaufen Sie sie auf dem Trödelmarkt oder versteigern Sie sie im Internet.

 

7          Kinder: Bausteine schnell aufräumen                         

Geben Sie Ihren Kindern für das Spielen mit Bausteinen ein großes Stofftuch. Wer nicht nähen kann oder will, könnte auch ein Stück Bettlaken oder ähnliches benutzen.

Die Kiste wird darauf ausgekippt. Zum Aufräumen können die Kinder das Tuch vorsichtig in die Kiste zurück heben und die Bausteine wieder hinein schütten.

 

8         Babuschka-Prinzip                                                         

Ebenso ist es entscheidend für Ihre Ordnung, wie Sie Ihre Dinge aufbewahren. Lose in Regalen und Kästen herumliegende Dinge vermitteln einen unruhigen Eindruck und sehen chaotisch aus. Sie könnten Ihren Stauraum wesentlich besser nutzen, wenn Sie den vorhandenen Platz mit schön aussehenden Boxen abdecken und auch innerhalb der Boxen wie bei einer Babuschka Schachteln oder kleine Plastiksäcke zur besseren Platzausnützung nehmen. So haben Sie alle notwendigen Dinge immer gut sortiert und auf einen Griff bei der Hand – Sie können Ihr Platzangebot optimal ausschöpfen.                                                         

Außerdem können bunte Ordnungskisten auch ein sehr schöner Deko-Artikel sein, der Ihrer Wohnung ein paar Farbtupfer verleiht. Speziell im Kinderzimmer lässt sich so sehr einfach, aber höchst effektiv, dauerhaft Ordnung schaffen. Einfach nach dem Spielen alles wieder in den Kisten verstauen – und schon ist das Chaos beseitigt.

 

Neben dem Spielzeug deiner Kleinen gibt es aber auch noch andere Chaosfaktoren, die deine Wohnung im Handumdrehen unordentlich werden lassen:

 

9       Schmutzwäsche

Ihr Kind „verliert" sein T-Shirt nach dem Sport mitten im Wohnzimmer, Ihr Partner lässt das Oberteil seines Hausanzugs lässig über dem Sessel hängen, und schon ist die Unordnung wieder da. Deshalb sollte in jedem Haushalt eine Wäschebox vorhanden sein, optimalerweise sogar zwei oder drei: Eine steht direkt im Badezimmer beziehungsweise neben der Waschmaschine. Die anderen beiden gehören ins Schlafzimmer sowie ins Kinderzimmer. So sagen Sie herumliegender Kleidung den Kampf an. Denn alles, was nicht mehr getragen wird, wird in die Schmutzwäschekisten verfrachtet.

 

10     Zeitschriften und Werbung

Eine weitere notwendige Box sollte unmittelbar im Vorzimmer stehen. In ihr landen jeden Tag die Reklame sowie sämtliche Zeitschriften. Mindestens einmal pro Woche wird diese Box dann durchgesehen und alles entsorgt, was nicht mehr gelesen wird. So vermeiden Sie etwaige herumliegende Papierstöße und wissen immer genau, wo Sie ihr Lesematerial findeen.

D. S.

Fotoquellen:

00: www.arcor.de

01: aboutpixel.de/mneuhardt

02: pixelio.de/Bardewyk

03: pixelio.de/Rolf van Melis

04: pixelio.de/KFM

05: pixelio.de/Stella Raith

06: aboutpixel.de/Broiler

 

 

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