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Bereits seit seinem neunten Lebensjahr betreibt der 22-jährige Tobias Tauber Motorsport – und das mit großem Erfolg. Seit kurzem kann er sich Italienmeister nennen, denn er entschied nach zwölf Rennen die U-23 der Trofeo 500 Abarth für sich. In Algund wurde der Sieger gebührend gefeiert.
So wie viele andere Buben hat Tobias Tauber mit seinem Vater ein Go-Kart gebaut und mit sechs Jahren die ersten Fahrversuche unternommen. Schon bald konnte er durch den Freundeskreis seines Vaters das Go-Kart auf der Rennstrecke
ausprobieren und dann war es um ihn geschehen: Eine große Liebe war geboren, die bis heute ungebrochen ist. Bereits mit neun Jahren bestritt Tobias seine erste Italienmeisterschaft in Sizilien, bei der er den sensationellen fünften Platz erreichte.
Aus dem anfänglichen Spaß wurde bald Ernst, als große Teams auf ihn aufmerksam wurden. Schon in jungen Jahren war er mit Testfahrten und Rennen sehr viel unterwegs. Nach zwei Italienmeisterschaften und zwei Europameisterschaften, bei denen er sich trotz 200 Piloten immer unter den Top 10 platzieren konnte, stieg er mit 15 Jahre auf die Deutschland-Österreich Formel BMW um, wo er gemeinsam mit seinem Team das erste Jahr Meister geworden ist. Dann ging es nach Italien zurück, um das Sprungbrett in höhere Klassen zu schaffen. Das erste Jahr in der Formel Renault war ein voller Erfolg für Tobias Schule, da er alle kollektiven Renault-Tests für sich entscheiden konnte und er gewann die Generalprobe für die Italienmeisterschaft.
Zurück auf die Siegerstraße
Doch dann kam ein herber Rückschlag: Nach einem Unfall in Imola, bei dem er zahlreiche Knochenbrüche erlitt, folgte eine ungewollte Pause von zwei Jahren. Die Leidenschaft ist ihm deshalb nicht vergangen und er sitzt nun wieder im Abarth und versucht, das Beste zu geben. Es ist zwar eine große Umstellung vom Formelauto, aber es macht ihm riesigen Spaß. Mit viel Geschick und Erfahrung konnte er die Meisterschaft der U-23 gewinnen. Nächstes Jahr ist die Europameisterschaft im Programm, bei der er es seinem Vorbild Michel Schumacher nachmachen und siegen will.
Text und Fotos: Renate Tschager