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Die Meinung des Landeshauptmannes

Weihnachtsausgabe 2009

Luis Durnwalder

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und die Zeit ist gekommen, um ein Resümee zu ziehen. Was waren für Sie – politisch gesehen – die Highlights des Jahres?
Das Jahr 2009 war politisch gesehen durchaus ein besonderes Jahr. Im Gedenkjahr zum 200-Jahr-Jubiläum „1809-2009“ wollten wir einen nachhaltigen Denkprozess einleiten. Das Gedenkjahr war nicht rückwärts gewandt, sondern sollte Tradition und Innovation Raum bieten sowie alle Menschen in Südtirol, in Tirol und auch im Trentino ansprechen. Und dies ist mit den unzähligen Initiativen mehr als gelungen. Damit sind auch die Teile des historischen Tirols wieder näher zusammengerückt. Zudem hatten wir im zu Ende gehenden Jahr die Wahlen zum Europaparlament – eine wichtige Wahl-Entscheidung auch für Südtirol. Das erste Landes-Referendum wurde durchgeführt. Alles in allem neigt sich ein politisch abwechslungsreiches und spannendes Jahr dem Ende zu.

Das Jahr 2009 war insgesamt auch für die Südtiroler Landesregierung ein schwieriges Jahr. Was waren die größten Herausforderungen?
Das Jahr 2009 war geprägt von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, die auch an Südtirol nicht spurlos vorüber gezogen ist. Themen wie die Umsetzung der EU-Programme, die „schwierigen“ Beziehungen zur römischen Regierung bis hin zu einer neuen, vor wenigen Tagen ausgehandelten Finanzregelung für unser autonomes Land haben unter anderen die Agenda der Südtiroler Landesregierung bestimmt.
In dieser Krise hat sich wieder einmal die realistische Wirtschaftspolitik, die wir in den vergangenen Jahrzehnten betrieben haben, bewährt: Die Stärkung kleiner und mittlerer Betriebe sowie die Verteilung der Arbeitsplätze auf das ganze Land haben auch dazu beigetragen, dass wir mit dieser nicht ganz leichten Situation gut zu Rande gekommen sind. In Sachen Ausbildung, beim Gesundheitssystem, im Bereich Energie, beim Projekt Brennerbasistunnel, bei Straßenprojekten und in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, um nur einige Schwerpunkte herauszunehmen, hat die Südtiroler Landesregierung in den vergangenen Monaten hart gearbeitet und unser Land vorangebracht.

Silvester ist die Zeit der guten Vorsätze. Mit welchen Vorsätzen startet die Landesregierung ins neue Jahr? Welche großen Vorhaben stehen auf dem Plan?
Die Vorsätze werden wohl mehr oder weniger die Gleichen bleiben,  wie jene im Vorjahr. Wir wollen weiterhin mit größtem Einsatz, mit Augenmaß, mit dem nötigen Weitblick für unser Land und die Menschen arbeiten und zukunftsträchtige Entscheidungen fällen. In unserem besonderen Blickfeld bleiben auch 2010 sicherlich die Wirtschaftskrise, die maßvolle Entwicklung unseres Landes und der soziale Frieden.

Was halten Sie persönlich von guten Vorsätzen? Haben Sie schon gute Vorsätze für das Jahr 2010?
Das abgelaufene Jahr war für mich und meine Familie ein ganz besonders glückliches Jahr. Mit der Geburt von Töchterchen Greta hat meine Familie einen neuen Lebensmittelpunkt erhalten. Greta bereitet uns sehr viel Freude. Ich halte durchaus etwas von Vorsätzen. Die Vorsätze für das neue Jahr gehen sicherlich in Richtung mehr Zeit für die Familie, ein wenig bewusster zu leben und weiterhin mit ganzer Kraft für Land und Leute zu arbeiten.

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