Lorena Zimmerhofer - ist das Covergirl in der Februar-Märzausgabe

Cover-Model Lorena Zimmerhofer im Wordrap

Vorname: Lorena.

Zuname: Zimmerhofer.

Geburtsdatum und -ort: 5. Juni 2000 in Innichen.

Wohnort: Percha/Innsbruck.

Beruf: Studentin der Mathematik und der Physik.

Damit verbringe ich meine Freizeit…

mit Tanzen und Singen (obwohl ich es nicht kann), mit Freunden am Inn sitzen und sehr viel Lachen.

Verreisen würde ich am liebsten nach…

Malediven. Ich will endlich mal wieder in die Sonne, an den Strand und ans Meer.

Mein aktuelles Lieblingsbuch…

Die Kunst des Liebens von Erich Fromm.

Dieses Lied berührt mich am meisten…

The Climb von Miley Cyrus.

Das bringt mich zum Lachen…

Katzenvideos, Memes auf Instagram und meine Freunde.

Ich kann nicht leben ohne…

meine Mama, meine Familie, meine beste Freundin, Instagram und Netflix.

Das möchte ich unbedingt noch lernen…

den Handstand und richtig Skifahren.

In den nächsten zehn Jahren möchte ich …

mein Studium abschließen und eine unbeschwerte Zeit genießen.

Besonders stolz bin ich auf …

meinen Ehrgeiz und meine Lebensfreude.

Einen Rat hole ich mir von …

meiner Mama.

Einen Kaffee trinken würde ich gerne mit …

Stefanie Giesinger.

Mein Lebensmotto lautet…

No risk, no fun!

Meine Selbstbeschreibung in drei Worten:

Ehrgeizig, lebensfroh, wissensdurstig.

Styling und Co. von Lorena Zimmerhofer: Günther Schwarz

 

Die Schönheit und die Ungleichheit des Menschen im Vordergrund

Hobbyfotograf Robert Mair im Porträt

Wenn man den Hobbyfotografen Robert Mair aus Bruneck nach seinen ersten fotografischen Gehversuchen fragt oder ob es bei ihm „Liebe auf den ersten Klick“ gegeben hat, meint er, dass er als Heranwachsender mit seinen Freunden viel und gerne in den heimischen Bergen unterwegs war. Schon damals wurde er vom Gedanken beseelt, all seine Erlebnisse für die Zukunft festzuhalten. Und weil sich die Ergebnisse der fotografisch festgehaltenen Erlebnisse sehen lassen können und die Schönheit und Ungleichheit der Menschen stets im Vordergrund stehen, widmet die heutige Ausgabe der SÜDTIROLERIN Mair ein Porträt.

Inspiration als Quelle und Geheimnis des Erfolgs

Viele Fotos werden oft nur anlassbezogen geschossen, andere wiederum sind nur der Notwendigkeit geschuldet. Bei dem gebürtigen Brixner ist es anders. Man merkt gleich, dass er ein fotografischer Geschichtenerzähler ist. Jedes Foto verbirgt eine Geschichte hinter der Geschichte; und es liegt auf der Hand, dass die Beziehung zwischen dem fotografisch festgehaltenen Menschen und dem Mann hinter der Linse ein harmonisches Wechselspiel darstellt. Nicht ohne Stolz betont der Pusterer, dass es ihm ein Anliegen ist, die Schönheit und die Ungleichheit jedes Menschen einzufangen. Wenn man diese Inspiration intus hat und ein vertrauenswürdiges Verhältnis zum Gegenüber hat, kann man die Geschichte dahinter verstehen. Es ist daher leichter, mit einem Foto als Kommunikations- und Stilmittel Emotionen zu erzeugen.

Location und Umgebung sind das A und O

Der 59-Jährige behauptet, dass die Umgebung oder die Location, in der ein Foto entsteht, von enormer Wichtigkeit ist. Um das Ganze irgendwie zu veranschaulichen, bringt er wie selbstverständlich den Rahmen eines Bildes ins Spiel. Ja, die Rahmenbedingungen müssen passen. Die zu fotografierende Person muss in eine Wohlfühlatmosphäre gebettet werden. Erst dann kann man lockerer werden; die anfängliche Verkrampftheit beginnt sich relativ schnell aufzulösen. Zudem versteht es der Hobbyfotograf blendend, die moderne Fotografie ins rechte Licht zu rücken. Für ihn ist die moderne Fotografie eine Verbindung von traditioneller Fotografie und Technik. Wer ein guter Fotograf sein will, muss imstande sein, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken und somit ein Dokument für die Ewigkeit einzufangen.

Sich trotz immens wandelnden Techniken treu bleiben

Natürlich ist die digitale Technik an der Fotografie nicht spurlos vorbei gegangen. Mehr noch: Sie hat sie stark verändert und bietet dem Fotografen weitaus mehr Möglichkeiten, das Bild aussagekräftiger zu gestalten. Die wichtige Devise Mairs bleibt wie eine Konstante. In den Augen des Bruneckers sollte der Fotograf immer seine Ansicht des Bildes gekonnt ausdrücken können. Da ist es einerlei, ob die digitale Technik im Spiel ist oder nicht. Ungeachtet dessen muss man die Fotografie immer als einzige Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird, ansehen und auch als solche in all ihren Facetten und Techniken trotz verschiedenster Wahrnehmungen als Kunstobjekt interpretieren.

Schönes Hobby als Ausgleich

Ohne Weiteres kann das Fotografieren als buntes oder schwarz-weißes Kontrastprogramm zum Alltag bezeichnet werden. Für Robert Mair ist das Fotografieren ein schöner Ausgleich zum Alltag. Dabei werden die Gedanken, sich künstlerisch auszudrücken, auch gestillt. Zudem hofft er, dass die Kreation von Bildern, die eine gewisse Botschaft beinhalten, auch dem Betrachter gefallen. Denn wer seine Motive mit Inspiration und Sorgfalt fotografiert, kann auch mit einer einfachen Kamera und der notwendigen Liebe zum Detail schöne Bilder erzeugen und auf seine Art und Weise Momente für die Ewigkeit schaffen.

Andreas Raffeiner

 

Der Drang zum Ästhetischen

Friseur Günther Schwarz im Porträt

Auch wenn die Ähnlichkeit mit dem bekannten Fernsehkoch und Hobbytrödler Horst Lichter ansatzweise frappant ist, besticht der in Bozen geborene und in Bruneck lebende Friseur Günther Schwarz durch seine sympathische und natürliche Art. Er ist ein Mann mit Ecken und Kanten, aber jedoch auch einer, dem man sein Herz ausschütten kann. Dabei gibt der Natur- und Familienmensch zu, dass Diskretion zu seinem Berufsethos gehört und das Wichtigste überhaupt ist. Die vorliegende Ausgabe der SÜDTIROLERIN hat sich mit dem Lebenskünstler und Figaro unterhalten.

Ein Kindheitstraum wird wahr

Szenenwechsel: Im Salon Watson, gelegen in der Bozner Bahnhofsstraße, sind die Räume groß. Kundenfreundlichkeit wird ebenso großgeschrieben. Da der Kunde bekanntlich König ist, ist Schwarz in seinem Element, wenn er mit seinen Händen etwas Neues kreieren kann. Der feinfühlige Mann mit dem markanten Schnauzbart erzählt, dass er bereits von Kindesbeinen an den Traum hatte, Friseur zu werden.

So war es für ihn ein Leichtes, mit 15 Jahren einen dementsprechenden Lehrberuf und nach 13 weiteren Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit zu wählen. Auch wenn es für den letzten Schritt eine ordentliche Portion Mut benötigt, packte der Friseur die Gelegenheit am Schopf. Das Positive: Bereut hat er diese Aktion bis heute nicht.

Beruf als Leidenschaft

Jeder Mensch hat einen Charakter. Das ist an für sich nichts Neues. Aber der Bozner, der in seinem Beruf nicht nur die Berufung, sondern auch eine Leidenschaft erkennt, ist ein Mann, der sich emphatisch in seine Kundin oder in seinen Kunden hineinversetzen kann. Wer sich die Haare färben oder schneiden lassen möchte, will etwas verändern. Der Charakter des Menschen bleibt, auch wenn man sich äußerlich verändert.

Zudem kann es sein, dass man ein wenig an seiner Persönlichkeit rütteln wird, aber das Fundament bleibt. So gesehen ist jeder Haarschnitt oder jede Haarfärbung eine Herausforderung. So beginnt der Inhaber des Salons Watson etwas zu philosophieren, wenn er sagt, dass man jeden Tag vor einer neuen Herausforderung steht und man immer alles geben muss.

Mit Freude für den Kunden da

Für Günther Schwarz ist es eine große Freude, etwas Gutes zu tun. Er ist glücklich und dankbar, seine Fähigkeiten beruflich ausüben und unter Beweis stellen zu können. Wenn man etwas gerne macht, ist es nicht schwer, schnell das Vertrauen der Kundin oder des Kunden zu erlangen. Und da das Vertrauen so etwas wie die Grundlage einer Freundschaft darstellt, sind im Laufe der Zeit auch Freundschaften entstanden.

Betonen möchte der Figaro, der ein Familien- und Naturfreund ist, auch, dass es keine Tratschereien in seinem Salon gibt. Die in diesem Fall sehr zurückhaltende und diskrete Art ist demzufolge sehr förderlich, wenn es darum geht, Kundinnen und Kunden zu binden und dennoch ein Trostspender in gewissen Lebenslagen zu sein. Wer Anliegen der Kunden nach außen trägt, sorgt indirekt auch dafür, dass der eigene Ruf geschädigt wird.

Die Farben des Lebens erkennen

Der Bozner, ein lebensfroher Zeitgenosse, genießt sein Leben in vollen Zügen. Er denkt nicht in schwarz-weißen Schablonen, sondern in den bunten Farben des Lebens. Die schillernd-bunten Haarbürsten können stellvertretend dafür stehen, die den Regenbogen symbolisieren und dennoch die Bodenständigkeit des Friseurs dokumentieren. Schneiden und Färben gehören zu seinem Lieblingsrepertoire, wenn es um die Haare geht, wohlwissend, dass auch Fönen und Waschen zum Lebensexilier seiner Zunft zählen.

Fortbildung als Lebensschule

Günther Schwarz ist ein Friseur, der sich zeitlebens fort- und weiterbildet. Er lernt für sein Leben gerne und besucht, sofern keine Corona-Pandemie den Alltag bestimmt, viele Kurse. Die neu gewonnenen Erkenntnisse setzt er dank seines Fingerspitzengefühls an der Kundin oder am Kunden um. „Jeder Tag“, so der Bozner, „ist ein Tag, an dem man lernen kann und soll.“

Da der Figaro jahrelang als Model tätig war, ist es für ihn auch ein Anliegen, mehrere handwerkliche friseurtechnische Tätigkeiten, wie etwa das Styling und das Makeup zu beherrschen. Erst wenn man mehrere Sachen kann, kann man ein Gesamtkunstwerk schaffen.

Liebe zum Detail ein Muss

Ähnlich verhält es sich bei der Frage nach dem Vorbild. Der Inhaber des Salons Watson hat mehrere Vorbilder, aber er versucht, von jedem inspiriert, etwas für sich zu beanspruchen und dann wie Puzzleteile zusammenzustellen. Bleibt das Fazit: „Man muss eine gewisse Liebe zu der Materie entwickeln und klare Ideen haben, sonst hat man wohl den Beruf verfehlt. Und ein kleiner Drang zum Ästhetischen kann nicht fehl am Platz sein“, betont Schwarz.

Andreas Raffeiner